WhatsApp-Daten für Facebook zugänglich: Das müssen Sie wissen

Der beliebte Messenger-Dienst WhatsApp teilt künftig Daten mit seinem Eigentümer Facebook – dies gab das Unternehmen erst neulich bekannt. Damit sorgt es bei mittlerweile über einer Milliarde Nutzern für Unsicherheit, Kritik und Fragen.

Facebook soll die Telefon-Nummer des Nutzers erhalten sowie Informationen dazu, wann er bei dem Dienst aktiv war. Doch was passiert damit? Es heißt, dass damit die Werbung bei Facebook besser personalisiert wird. Auch die Freunde-Suche solle so verbessert werden. Whats-App-Nutzer können teilweise widersprechen.

So widersprechen Sie dem Datenaustausch

Mit der Deaktivierung widersprechen Sie, dass Ihre WhatsApp-Daten für Werbezwecke genutzt werden. Nicht verhindern können Sie jedoch, dass die Daten Facebook zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören derzeit die Telefonnummer und Nutzungszeit. WhatsApp nimmt sich auch das Recht heraus, Kontaktlisten und Chatpartner weiterzuleiten. Durch die Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können die Inhalte der Chats nicht eingesehen und weitergegeben werden.

Wer am 25. August bestehender WhatsApp-Nutzer war, könne Facebook verbieten, die Profilinformationen zur Personalisierung der Werbung und Freunde-Vorschläge einzusetzen. An Facebook weitergegeben, werde die Telefonnummer trotzdem.

So widersprechen Sie:

1. Möglichkeit

In der Meldung der neuen Datenschutz- und Nutzungsbedingungen von Whatsapp das Häkchen entfernen: Am unteren Ende des Textes gibt es ein Auswahlkästchen. Entfernt man hier das Häkchen oder schiebt den Regler nach links, werden die Daten nach Unternehmensangaben nicht zur Verbesserung von Facebook-Werbung genutzt. Anschließend muss man auf “Zustimmen” tippen oder kann Whatsapp nicht mehr nutzen.

2. Möglichkeit

In den Einstellungen: Wer den neuen Nutzungsbedingungen reflexartig zugestimmt hat, kann noch bis zu 30 Tage später die Datenweitergabe widerrufen. Dazu geht man in die Einstellungen von Whatsapp unter “Account” und entfernt das Häkchen oder verschiebt den Regler bei “Meine Account-Info teilen”.

Screen WhatsApp

Wer diese 30-Tages-Frist verpasst, hat keine Chance mehr der Nutzung zu widersprechen.

Ganz Abschalten nicht möglich

Das Abschalten der Datennutzung bedeutet nicht, dass die Daten nicht trotzdem erhoben und an Facebook weitergegeben werden. Nach Informationen von Whatsapp sollen sie aber im Widerspruchsfall nur für Zwecke wie der Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen oder der Bekämpfung von Spam oder Missbrauch genutzt werden.

Ohne WhatsApp?

Als Alternative zu WhatsApp bieten sich verschiedene Messenger-Apps an, die sich nur wenig in der Bedienung und Leistungsfähigkeit unterscheiden. Der Anbieter „Threema“  setzt schon länger Verschlüsselungen ein, schnitt in unterschiedlichen Tests gut ab und ist beim Thema Datenschutz unbedenklicher. Um miteinander zu kommunizieren, muss jedoch jeder Chatpartner den gleichen Messenger installieren.

 

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